Dank Suryo kann ich euch heute aktuelle Bilder aus Yogyakarta zeigen. Wir hoffen damit mehr Aufmerksamkeit auf die Naturkatastrophe zu lenken und vielleicht den einen oder anderen von euch noch für eine Spende, die direkt an die Opfer geht zu bitten. Mehr dazu in meinem Post vom Samstag:
Hier geht's zum Spendenaufruf und den Hintergrund.
Die Medien scheinen sich sehr um den lahmgelegten Flugverkehr zu sorgen. Headlines a la "Dutzende Flüge aufgrund von Vulkanasche in Indonesien gestrichen" und "Merapi-Ausbruch stoppt Flüge nach Jakarta" finden sich in vielen Ausgaben. Manche Nachrichtenseiten brachten lange Zeit überhaupt nichts zum Thema Merapi-Ausbruch, entdecken aber den Nachrichtenwert, wenn es heißt: "Vulkan Merapi: Droht jetzt der Mega-Ausbruch?" (drei mal dürft ihr raten, wer diesen Titel verwendet).
Ein Grund mehr Bilder von den Menschen vor Ort zu zeigen. Wir wären sehr dankbar für eure Unterstützung. Klingt abgedroschen, aber wer schon einmal in Indonesien war wird wissen: Auch kleine Spenden machen einen Unterschied.
Lest mehr zum Ausbruch in Indonesien.
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Montag, 8. November 2010
Mittwoch, 31. Dezember 2008
Lass krachen
Verlassen wir ein Jahr voller Ereignisse, voller spannender Erlebnisse und Geschichten. Und weil man ein solches Jahr mit einem großen Kracher verlassen soll, hat heute die Erde gewackelt. 4,7 auf der Richterskala und soll ich euch was sagen: Ich hab‘s verpennt, verschlafen, nichts mitbekommen. Gut ok, ich habe gedöst und gemerkt, dass was rumpelt aber auch nicht mehr als mein Roller auf den Straßen hier. Hoffen wir, dass es heute Nacht nicht noch einmal passiert; ich möchte gerne feiern und Erdbeben sind dabei nicht besonders förderlich: Besoffen im Beben (gute Headline).
Meine besten Wünsche an euch: Ein erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2009. Es geht spannend weiter, Albert hat mit ein paar indonesischen Studenten sein erstes eigenes Unternehmen gestartet und wie das aussieht, gibt es in den nächsten Tagen. Ab 7. Januar geht’s planlos nach Kuala Lumpur und mit dem Muli nach Thailand.
Meine besten Wünsche an euch: Ein erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2009. Es geht spannend weiter, Albert hat mit ein paar indonesischen Studenten sein erstes eigenes Unternehmen gestartet und wie das aussieht, gibt es in den nächsten Tagen. Ab 7. Januar geht’s planlos nach Kuala Lumpur und mit dem Muli nach Thailand.
Sonntag, 14. Dezember 2008
Überleben in der Dritten Welt
Ein kleiner Unfall mit dem Roller, ein Mückenstich von Kollege Zebra oder auch nur eine entzündete Schürfwunde, die Wege ins Krankenhaus sind zahlreich und deshalb heute: „Onkel Alberts Gesundheitstipps“. Zunächst müsst ihr wissen, dass mit jeder Impfung, die ihr in Deutschland versäumt, eure Chancen steigen euch eine schlimme Krankheit einzufangen (Post zu Impfungen).
Aber kein Grund zur Panik, es mag sein, dass ihr das hier nie braucht. In den letzten sechs Monaten ist niemand unserer deutschen Freunde im Krankenhaus gelandet, außer bei Besuchen oder um eine Entschuldigung für die Uni zu bekommen oder eine Spritze in den A… . Ich bin kein Arzt und diese Tipps sind aus Erfahrung gewonnen:
Timing: „Besser zu früh als zu spät.“ Klingt abgedroschen, aber hier dürft ihr ruhig wegen jedem Zipperlein zum Arzt. Alles was bei uns kein Ding ist, kann sich hier schnell entzünden und fies werden. Ein kleiner Schnitt, eine Brandblase vom Auspuff - das Verheilen dauert manchmal Wochen. Also, wenn ihr euch nicht gut fühlt oder etwas beginnt eklig auszusehen, ab zum Onkel Doktor und wenn ihr weiterlest habt ihr gute Chancen, den zu überleben.
Diagnose: Bei Dengue habt ihr allgemeine Grippesymptome und eine Diagnose kann frühestens fünf Tage nach Beginn des Fiebers gemacht werden. Die Sache ist nur, es macht keiner Anstalten herauszufinden, was ihr habt. Bohrt nach und besteht auf Blut-, Stuhl- und Urin-Untersuchungen, wenn euch danach ist. Lasst euch die Ausdrucke aus dem Labor zeigen und sammelt selbst Informationen zu den Werten. (Tropeninstitut, der eigene Hausarzt oder Medizinstudenten sind Gold wert [Danke Julia!].)
Freunde: „Sucht selbst nach Infos? - sehr lustig! Ich liege mit Vierzig Fieber im Bett und soll meine Blutergebnisse mit Google auswerten?!“
Ihr braucht Freunde, die euch beistehen und die Dinge in die Hand nehmen und den behandelnden Arzt ausquetschen. Meine Erfahrung ist, dass wenn es ernst wird, Frauen systematischer, hartnäckiger und erfolgreicher ans Werk gehen, als Männer. Sie sollen zuerst einen Arzt finden der Englisch spricht, eine Analyse mit dem Arzt besprechen: Was könnte der Patient haben, dann abklären, was bereits gemacht wird und vor allem, was man machen könnte. Der letzte Punkt ist wichtig, denn ich glaube, die versuchen im Sinne des Patienten die Kosten geringer zu halten und deshalb nicht alles zu unternehmen. Dann schreibt alles mit (Symptome, verabreichte Medikamente, Namen und Nummer des Arztes).
Druck: „Maybe tomorrow!“, heißt soviel wie: niemals. Wenn euch das gesagt wird, müssen alle Alarmglocken angehen. Jetzt heißt es nachfragen und bohren bis ihr euer Ziel, z. B. eine Urinprobe, durchgesetzt habt. Hier sind auch wieder die Notizen wichtig, vor lauter organisieren vergisst man schnell etwas.
Freundlichkeit: Es hört sich ziemlich arrogant an, einem Arzt zu sagen, was er zu tun und zu lassen hat, aber es ist hier notwendig. Dabei bitte immer höflich bleiben, lächeln und mit blumigen Worten beginnen, damit nimmt man die Spannungen aus der Situation. Es ist eine der schwierigsten Aufgaben.
Die Javaner sind gegenüber höher gestellten Personen wie Ärzten sehr hörig, weshalb ihr auch nicht unbedingt mit einem eurer einheimischen Freunde diese ganze Aktion erledigen solltet aber beim Übersetzen hilft es natürlich. Der englischsprechende Arzt ist vorzuziehen - und es gibt ihn.
Krankenhaus: Es gibt gute, es gibt schlechte, eure einheimischen Freunde wissen sicher, welches zu meiden ist und wo ihr bedenkenvoll hingehen könnt. Je nachdem was ihr braucht, ist in einem Krankenhaus die Ausstattungen besser, im anderen die Ärzte. Auch die Beschriftung „International Hospital“ heißt nicht, dass es unserem gewohnten Standard entspricht und auch nicht, das es englischsprechende Ärzte gibt, geschweige denn Personal. Es sind alles nur Namen.
Geld: Ihr werdet vor die Wahl gestellt, euch eine von sechs Klassen auszusuchen. Es beginnt in der Dritten Klasse, dann Zweite und Erste, anschließend Utama, VIP und Superior VIP. Die Preise reichen von Rp 91000 (6 Euro) bis zu Rp 1.200.000 (80 Euro) pro Nacht. Die Erste Klasse oder Utama sind angemessen (Rp 450000; 30 Euro). Es heißt zwar, dass es bei den Klassen nur um die Zimmer geht, also ob Fernseher oder nicht, in Wahrheit gibt es in den oberen Klassen erfahreneres Personal, saubere Einzelzimmer (ab 1. Klasse), regelmäßige Untersuchungen und eine rund um bessere Versorgung. Die Behandlungskosten sind nicht enthalten und müssen extra gezahlt werden. In einer Woche ist man schnell auf 400 bis 600 Euro. Wenn ihr ins Krankenhaus geht, bringt die Kreditkarte mit oder Bares, es wird meist eine Anzahlung verlangt.
Desinfektionsmittel: Auch in den oberen Klassen gibt es keine Möglichkeit seine Hände zu desinfizieren. Im „Circle K“, einer 24-Stunden Supermarktkette, gibt es welches, in den Apoteken („Apotek“) und im Krankenhauskiosk. Fragt nach „Sanitizer“ und euch wird geholfen, auch alle Besucher sollten darauf achten, sich zu schützen. Bei Krankenhausbesuchen auf den Moskitoschutz achten, denn hier ist die Wahrscheinlichkeit größer, von einer Mücke gestochen zu werden, die zuvor einen Dengue-Patienten ausgesaugt hat.
Ausfliegen: Im Fall der Fälle gibt es die Möglichkeit nach Singapur zu fliegen. Dort findet ihr eine einwandfreie Versorgung auf westlichem Standard. Auch reiche Indonesier nutzen Singapur, um z.B. Nachbehandlungen bei Herzinfarkten und bei Unfällen durchzuführen. Der Flug kostet etwa 130 Euro und ist es sicher Wert.
Aspirin: Einfach zuhause lassen. Hier soll man das Zeug nicht nehmen. Steigt auf Paracetamol um, knallt auch gut.
Versicherung: Bitte eure Scheine vor Abflug kopieren, an Mami und Papi, sowie eure Reisekollegen geben. Eine Ausführung zu euren wichtigen Unterlagen legen. Lest vor der Reise, was im Fall der Fälle zu tun ist. Versicherungstexte mögen ja sonst sehr unübersichtlich sein, aber bei diesen Sachen geben sie eine klare Auskunft. Meist muss man sich unverzüglich melden wenn man krank wird und Quittungen bringen.
Aber kein Grund zur Panik, es mag sein, dass ihr das hier nie braucht. In den letzten sechs Monaten ist niemand unserer deutschen Freunde im Krankenhaus gelandet, außer bei Besuchen oder um eine Entschuldigung für die Uni zu bekommen oder eine Spritze in den A… . Ich bin kein Arzt und diese Tipps sind aus Erfahrung gewonnen:
Timing: „Besser zu früh als zu spät.“ Klingt abgedroschen, aber hier dürft ihr ruhig wegen jedem Zipperlein zum Arzt. Alles was bei uns kein Ding ist, kann sich hier schnell entzünden und fies werden. Ein kleiner Schnitt, eine Brandblase vom Auspuff - das Verheilen dauert manchmal Wochen. Also, wenn ihr euch nicht gut fühlt oder etwas beginnt eklig auszusehen, ab zum Onkel Doktor und wenn ihr weiterlest habt ihr gute Chancen, den zu überleben.
Diagnose: Bei Dengue habt ihr allgemeine Grippesymptome und eine Diagnose kann frühestens fünf Tage nach Beginn des Fiebers gemacht werden. Die Sache ist nur, es macht keiner Anstalten herauszufinden, was ihr habt. Bohrt nach und besteht auf Blut-, Stuhl- und Urin-Untersuchungen, wenn euch danach ist. Lasst euch die Ausdrucke aus dem Labor zeigen und sammelt selbst Informationen zu den Werten. (Tropeninstitut, der eigene Hausarzt oder Medizinstudenten sind Gold wert [Danke Julia!].)
Freunde: „Sucht selbst nach Infos? - sehr lustig! Ich liege mit Vierzig Fieber im Bett und soll meine Blutergebnisse mit Google auswerten?!“
Ihr braucht Freunde, die euch beistehen und die Dinge in die Hand nehmen und den behandelnden Arzt ausquetschen. Meine Erfahrung ist, dass wenn es ernst wird, Frauen systematischer, hartnäckiger und erfolgreicher ans Werk gehen, als Männer. Sie sollen zuerst einen Arzt finden der Englisch spricht, eine Analyse mit dem Arzt besprechen: Was könnte der Patient haben, dann abklären, was bereits gemacht wird und vor allem, was man machen könnte. Der letzte Punkt ist wichtig, denn ich glaube, die versuchen im Sinne des Patienten die Kosten geringer zu halten und deshalb nicht alles zu unternehmen. Dann schreibt alles mit (Symptome, verabreichte Medikamente, Namen und Nummer des Arztes).
Druck: „Maybe tomorrow!“, heißt soviel wie: niemals. Wenn euch das gesagt wird, müssen alle Alarmglocken angehen. Jetzt heißt es nachfragen und bohren bis ihr euer Ziel, z. B. eine Urinprobe, durchgesetzt habt. Hier sind auch wieder die Notizen wichtig, vor lauter organisieren vergisst man schnell etwas.
Freundlichkeit: Es hört sich ziemlich arrogant an, einem Arzt zu sagen, was er zu tun und zu lassen hat, aber es ist hier notwendig. Dabei bitte immer höflich bleiben, lächeln und mit blumigen Worten beginnen, damit nimmt man die Spannungen aus der Situation. Es ist eine der schwierigsten Aufgaben.
Die Javaner sind gegenüber höher gestellten Personen wie Ärzten sehr hörig, weshalb ihr auch nicht unbedingt mit einem eurer einheimischen Freunde diese ganze Aktion erledigen solltet aber beim Übersetzen hilft es natürlich. Der englischsprechende Arzt ist vorzuziehen - und es gibt ihn.
Krankenhaus: Es gibt gute, es gibt schlechte, eure einheimischen Freunde wissen sicher, welches zu meiden ist und wo ihr bedenkenvoll hingehen könnt. Je nachdem was ihr braucht, ist in einem Krankenhaus die Ausstattungen besser, im anderen die Ärzte. Auch die Beschriftung „International Hospital“ heißt nicht, dass es unserem gewohnten Standard entspricht und auch nicht, das es englischsprechende Ärzte gibt, geschweige denn Personal. Es sind alles nur Namen.
Geld: Ihr werdet vor die Wahl gestellt, euch eine von sechs Klassen auszusuchen. Es beginnt in der Dritten Klasse, dann Zweite und Erste, anschließend Utama, VIP und Superior VIP. Die Preise reichen von Rp 91000 (6 Euro) bis zu Rp 1.200.000 (80 Euro) pro Nacht. Die Erste Klasse oder Utama sind angemessen (Rp 450000; 30 Euro). Es heißt zwar, dass es bei den Klassen nur um die Zimmer geht, also ob Fernseher oder nicht, in Wahrheit gibt es in den oberen Klassen erfahreneres Personal, saubere Einzelzimmer (ab 1. Klasse), regelmäßige Untersuchungen und eine rund um bessere Versorgung. Die Behandlungskosten sind nicht enthalten und müssen extra gezahlt werden. In einer Woche ist man schnell auf 400 bis 600 Euro. Wenn ihr ins Krankenhaus geht, bringt die Kreditkarte mit oder Bares, es wird meist eine Anzahlung verlangt.
Desinfektionsmittel: Auch in den oberen Klassen gibt es keine Möglichkeit seine Hände zu desinfizieren. Im „Circle K“, einer 24-Stunden Supermarktkette, gibt es welches, in den Apoteken („Apotek“) und im Krankenhauskiosk. Fragt nach „Sanitizer“ und euch wird geholfen, auch alle Besucher sollten darauf achten, sich zu schützen. Bei Krankenhausbesuchen auf den Moskitoschutz achten, denn hier ist die Wahrscheinlichkeit größer, von einer Mücke gestochen zu werden, die zuvor einen Dengue-Patienten ausgesaugt hat.
Ausfliegen: Im Fall der Fälle gibt es die Möglichkeit nach Singapur zu fliegen. Dort findet ihr eine einwandfreie Versorgung auf westlichem Standard. Auch reiche Indonesier nutzen Singapur, um z.B. Nachbehandlungen bei Herzinfarkten und bei Unfällen durchzuführen. Der Flug kostet etwa 130 Euro und ist es sicher Wert.
Aspirin: Einfach zuhause lassen. Hier soll man das Zeug nicht nehmen. Steigt auf Paracetamol um, knallt auch gut.
Versicherung: Bitte eure Scheine vor Abflug kopieren, an Mami und Papi, sowie eure Reisekollegen geben. Eine Ausführung zu euren wichtigen Unterlagen legen. Lest vor der Reise, was im Fall der Fälle zu tun ist. Versicherungstexte mögen ja sonst sehr unübersichtlich sein, aber bei diesen Sachen geben sie eine klare Auskunft. Meist muss man sich unverzüglich melden wenn man krank wird und Quittungen bringen.
Montag, 17. November 2008
Tsunami-Warnung und Erdbeben - Nicht bei uns
Die ersten Anrufe aus Deutschland kamen schon, aber wir können alle beruhigen, das Erdbeben war nicht bei uns, sondern in Sulawesi - Ardian unser Mitbewohner in F4 kommt dort her. Einen Artikel zum Beben gibt es hier. Deutschland ist ja gerade dabei das Tsunami-Frühwarnsystem hier aufzubauen. Eine gute Sache, denn in Aceh an Sumatras Westküste kamen 2004 mehr als 150.000 Menschen ums Leben.
Samstag, 8. November 2008
Tornado zieht Schneise der Verwüstung durch unsere Uni
Ein Tornado verwüstete am Freitag weite Teile unseres Campus. Während Annika und ich in der Vorlesung saßen gab es einen lauten Knall, gleich darauf flogen Blumenkübeln, Äste und ganze Bäume am Fenster vorbei. Der Regen peitschte über die Gänge. Unser Professor unterbrach die Vorlesung und aus dem Vorlesungssaal konnten wir sehen, dass die Studenten, die in den oberen Stockwerken waren, nach unten rannten. Es stellte sich heraus, dass das eine weise Entscheidung war, denn eine der oberen Decken stürzte ein.
Direkt vor der Uni begrub ein riesiger Baum zwei Autos unter sich, einige weitere Autos wurden von großen Ästen beschädigt. Um Annes Haus, einige Straßen weiter, wurden sämtliche Wellblechdächer abgedeckt und ein riesiger Baum stürzte in ihren Vorgarten. In den Straßen in denen der Tornado getobt hatte sah es aus wie im Dschungel. Die Straße vor unserer Uni wurde zum Fluss und auch durch die zwei Zufahrtsstraßen zu unserem Haus flossen die Wassermassen. Nach einigen Minuten war der ganze Zauber dann auch wieder vorbei, es regnete zwar noch, aber immerhin konnten wir nach Hause fahren, ohne Angst haben zu müssen, von irgendetwas erschlagen zu werden. Leider hatte ich keine Kamera dabei, wofür ich mich verfluche, aber hier einen Bericht aus den Nachrichten. Die im Film genannte UGM (Universitas Gadjah Mada) ist unsere Universität, die ebenso erwähnte Kaliurang (gespr. Ka-li-ju-rangg) ist die Hauptstraße vor Pogung Baru und unser täglicher Weg zur Uni.
Direkt vor der Uni begrub ein riesiger Baum zwei Autos unter sich, einige weitere Autos wurden von großen Ästen beschädigt. Um Annes Haus, einige Straßen weiter, wurden sämtliche Wellblechdächer abgedeckt und ein riesiger Baum stürzte in ihren Vorgarten. In den Straßen in denen der Tornado getobt hatte sah es aus wie im Dschungel. Die Straße vor unserer Uni wurde zum Fluss und auch durch die zwei Zufahrtsstraßen zu unserem Haus flossen die Wassermassen. Nach einigen Minuten war der ganze Zauber dann auch wieder vorbei, es regnete zwar noch, aber immerhin konnten wir nach Hause fahren, ohne Angst haben zu müssen, von irgendetwas erschlagen zu werden. Leider hatte ich keine Kamera dabei, wofür ich mich verfluche, aber hier einen Bericht aus den Nachrichten. Die im Film genannte UGM (Universitas Gadjah Mada) ist unsere Universität, die ebenso erwähnte Kaliurang (gespr. Ka-li-ju-rangg) ist die Hauptstraße vor Pogung Baru und unser täglicher Weg zur Uni.
Freitag, 12. September 2008
Wackelnde Erde
Von dem schweren Erdbeben haben wir hier nichts mitbekommen und es gibt keinen Grund zur Sorge. Außerdem keinen Grund mich vor 11 Uhr morgens anzurufen ;-) - kleiner Scherz. Indonesien ist "geringfügig" größer als Deutschland und die Berichterstattung der Medien etwas undifferenziert. Also, dieses Erdbeben war von uns soweit weg, wie die Pyramiden Ägyptens vom Hamburger Michel. Und damit ihr euch keine Sorgen macht: Wir wohnen in einem Haus ohne höhere Stockwerke, aber stabilen Wänden und massiven tragenden Säulen, es gibt keine Hochhäuser oder Gebäude über zwei Stockwerke in unserem Viertel, die auf uns klatschen könnten. Das heißt, dass selbst wenn es mal wackeln würde, wir doch sehr gut geschützt sind. Außerdem wissen wir, wie wir uns verhalten müssten - schnell raus.
Mittwoch, 3. September 2008
Hacker sind Spaßvögel
Zu meinem Bedauern musste ich gerade feststellen, dass unsere Seite den ersten Hackerangriff abbekommen hat. Jemand hat dabei die Inhalte unserer Videos ausgetauscht. Wir distanzieren uns mal ganz offiziell von den Inhalten und ich lösche die Videos! Was für kleine, picklige Hackfressen, ohne Freunde und Spaß im Leben, sich da auch dran vergriffen haben - sie sollen in der Hölle schmoren! Mein Analytics gibt mir Auskunft von wo die Aktion kam, also mal schauen, was sich da noch machen lässt!
Bis auf weiteres wird es keine Videos geben. Eventuell stelle ich welche in Youtube ein und verlinke sie auf der Seite, aber mir ist es zu heiß, hier noch irgendetwas zu veröffentlichen.
Bis auf weiteres wird es keine Videos geben. Eventuell stelle ich welche in Youtube ein und verlinke sie auf der Seite, aber mir ist es zu heiß, hier noch irgendetwas zu veröffentlichen.
Mittwoch, 27. August 2008
Der pazifische Ring des Feuers
Scheinbar gab es gestern ein Erdbeben und eine Tsunamiwarnung in Jakarta und an der ganzen Westküste. Wir haben davon nichts mitbekommen und uns geht's prima! Außerdem sind wir an der Ostküste;).
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