Posts mit dem Label Merapi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Merapi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 8. November 2010

Merapi Ausbruch - Bilder aus dem Katastrophengebiet in Yogyakarta

Dank Suryo kann ich euch heute aktuelle Bilder aus Yogyakarta zeigen. Wir hoffen damit mehr Aufmerksamkeit auf die Naturkatastrophe zu lenken und vielleicht den einen oder anderen von euch noch für eine Spende, die direkt an die Opfer geht zu bitten. Mehr dazu in meinem Post vom Samstag:
Hier geht's zum Spendenaufruf und den Hintergrund.

Die Medien scheinen sich sehr um den lahmgelegten Flugverkehr zu sorgen. Headlines a la "Dutzende Flüge aufgrund von Vulkanasche in Indonesien gestrichen" und "Merapi-Ausbruch stoppt Flüge nach Jakarta" finden sich in vielen Ausgaben. Manche Nachrichtenseiten brachten lange Zeit überhaupt nichts zum Thema Merapi-Ausbruch, entdecken aber den Nachrichtenwert, wenn es heißt: "Vulkan Merapi: Droht jetzt der Mega-Ausbruch?" (drei mal dürft ihr raten, wer diesen Titel verwendet).

Ein Grund mehr Bilder von den Menschen vor Ort zu zeigen. Wir wären sehr dankbar für eure Unterstützung. Klingt abgedroschen, aber wer schon einmal in Indonesien war wird wissen: Auch kleine Spenden machen einen Unterschied.














Lest mehr zum Ausbruch in Indonesien.

Samstag, 6. November 2010

Merapi Ausbruch – Yogyakarta braucht Unterstützung

Als wir vor zwei Jahren den Merapi bestiegen, war uns bewusst, dass dies einer der aktivsten Vulkane der Erde ist. Wir liefen durch das Dorf am Fuße des Vulkans, kauften Obst und winkten den Kindergartenkindern, die uns freundlich anstrahlten.
Das Naturschauspiel ist für die Menschen vor Ort eine Katastrophe.

Alle Dörfer um den Vulkan sind heute bedeckt mit einer Zentimeterhohen Aschedecke, die alles verbrannte was die Menschen besaßen. Hunderte Bewohner sind gestorben oder auf der Flucht vor den Naturgewalten. Die Grenzen der Gefahrenzone reichen an die Stadtgrenzen von Yogyakarta heran und die hilfsmäßig eingerichteten Notunterkünfte am Stadtrand, mussten erneut evakuiert werden und weiter ins Zentrum verlegt werden.

Tausende Menschen mussten ihr zuhause verlassen um außerhalb der 2o Kilometerzone Schutz zu suchen. Momentan ist in Indonesien auch noch Regenzeit, was die Situation verschlimmert.

Am gestrigen Freitag nun schrieb mir unser guter Freund und früherer Mitbewohner Ardian, dass die Situation in der Stadt immer schlimmer wird und vor allem Kinder und alte Menschen unter den Umständen leiden. Er bat uns um Spenden, die direkt an die Opfer gehen.

Meine Überweisung ging heute Morgen raus und ich bitte auch euch, um eine Spende für die Opfer. Die Spenden gehen auf ein Sammelkonto in Deutschland und von dort direkt nach Yogya zu Ardian, der sich um die Verwendung vor Ort kümmert. Es gibt keine Organisation oder eine andere Institution über die das Geld versickern könnte, sondern kommt direkt an bedürftigen Menschen.

Aktion beendet! Herzlichen Dank für Eure Unterstützung! Ardian hat auf Facebook schon Bilder von den durch die Spenden gesammelten Hilfsgütern hochgeladen. Ich werde Sie alsbald auch hier im Blog veröffentlichen! :)

Was könnt ihr tun?


1. Der schnellste Weg der Überweisung ist der über mein Paypal-Konto
Ich werde das Geld sofort an Marlene Mlynek (sie ist vor Ort in Yogya) überweisen, von Ihrem Konto geht die Überweisung gesammelt an Ardian (durch die Sammelüberweisung reduzieren wir die Transfergebühren (15 Euro) der Bank auf ein Minimum.) > Sicher Geld senden mit Paypal.


2. Bitte schickt anderen Leuten den Link zu dieser Seite und berichtet ihnen von der Situation. Freunde, Familie und Menschen mit einem Bezug zu Asien werden die Situation verstehen und wissen, dass sie helfen können.

Herzlichen Dank für eure Unterstützung!
Euer Albert

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Da jibbid so 'ne Berg

Mei, bin ich gestern abgestürzt, und nach der Party habe ich den Morgen genutzt ein paar Fotos zu schießen. Der Schafhirte hat ganz schön dämlich geguckt als er den besoffenen Touri gesehen hat, der vor seinem Hammel steht und Bilder schießt.
Etwas beunruhigt hat mich die aufsteigende Rauchfahne aus dem Merapi, der so nur am Morgen zu sehen ist. Mit dem Roller dauert es eine dreiviertel Stunde bis zum Vulkan, den wir schon vor ein paar Wochen bestiegen haben.

Tja, auch du wirst am Montag geschlachtet.

Am 8.12. ist Schlachtfest und wir haben frei.

3000 Meter ragt der Berg von der Ebene in den Himmel.

Eigentlich ist es zu früh für den Baum, aber wir wollen Weihnachtsstimmung.

Sarah und Annika vermissen sogar die Kälte und den Schnee.

Auch ich habe schön dekoriert und dabei weder Kosten noch Mühe gescheut.


Mit den Diskutier-Ohren sitzt Anna-Sophie im Wohnzimmer.

Ardian ebenfalls beim Chillen.

Sonnenbrille, Hasenohren und eine Pfeife, da kann nix mehr schief gehen.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Die Besteigung des Feuerbergs – Merapi

Während wir in Yogya bei 35 Grad schwitzen, saßen wir in dieser Nacht auf 1500 Metern Höhe und froren. Nachts um 1 Uhr begann unser Aufstieg auf den Merapi, dem Hausberg Yogyas und einen der aktivsten Vulkane der Welt. Unser Ziel war der fast 3000 Meter hoch gelegene Kraterrand, von dem aus wir den Sonnenaufgang anschauen wollten.

Doch der Berg ist steil und nicht leicht zu begehen, so steil dass nach etwa zwei Stunden Wanderung nur noch eine kleine Gruppe von drei Leuten plus Führer übrig blieb. Während sich die restlichen Fünf in der Berghütte ausruhten, hieß es für Daniel, Marius und mich, uns Meter um Meter nach ob zu kämpfen und das Brennen in unseren Oberschenkeln mit dem Gedanken zu vertreiben, dass wir bald einen atemberaubenden Sonnenaufgang sehen würden. Und so war es. Zwar machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und wir konnten nicht ganz hinauf, da die obere Spitze des Vulkans von einer dicken Wolkendecke eingehüllt war und in der Ferne Blitze zuckten, aber das ist eben die Natur. Und so saßen wir um 5:30 Uhr auf der zweiten Ebene unter dem Gipfel und sahen, wie sich die Sonne über den Horizont schob. Der Wind pfiff und die Wolken verdunkelten beim Vorbeifliegen den Himmel und die umliegenden Täler, nur um Sekunden später wieder alles in der Glutröte der Morgensonne erstrahlen zu lassen.

Nach Stunden des Aufsteigens können wir die Aussicht genießen. Albert Pusch

Schnell ziehen die Wolken über den Berg und verschlucken uns im Nebel.

Marius hat sein Maggi-Kraut bis ganz nach oben geschleppt.

In diesem Klima wachsen auch dann noch Bäume und Sträucher, wenn es in unseren heimischen Bergen längst nichts mehr gibt außer Steine und Geröll.

Als Highlight gab es für Daniel und mich Landjäger als wir oben waren. (Danke an Frank!)

Ob ich lache oder mir der Mund einfach eingefroren ist, weiß ich nicht mehr. Albert Pusch

Unter der Wolkendecke verstecken sich die Städte Yogyakarta und Solo.

Das saftige Grün begegnete uns auch auf dem Merapi.

Die fruchtbare Erde machen den Merapi zu einem beliebten Anbaugebiet für Bauern - tausende von Menschen leben in der Todeszone.

Auf dem Weg nach unten waren es unsere Knie, die ab und an schmerzten.