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Samstag, 2. Oktober 2010

Reise nach Israel im Jahr 2004

Die letzte Reise nach Israel ist mittlerweile sechs lange Jahre her. Damals war ich gerade aus dem Militärdienst ausgeschieden und hatte den ganzen Sommer in Italien verbracht. Im Oktober/ November ging es dann nach Israel. Die Bilder zu dieser Reise habe ich hier zusammengestellt.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Dynamit und The Beach

Wenn du in Thailand ankommst, am Strand liegst und nichts Wichtigeres zu tun hast, als beide Körperhälften gleichmäßig zu bräunen, dann gibt es kaum ein besseres Buch als The Beach. Die Geschichte von Richard, der nach Thailand kommt, Freunde findet und ein Paradies - weit entfernt von der „Welt“. Das Buch wurde verfilmt, die Hauptrolle spielte Leonardo Dicaprio und die Macher drehten hauptsächlich in der Maya Bay auf Koh Phi Phi.
Nachdem ich das Buch also ausgelesen und meine Bräune optimiert hatte, buchte ich einen Schnorchel-Ausflug, der mich zum einstigen Drehort in der Maya Bay brachte. Die Zeiten sind leider vorbei in denen man Fischer bestechen musste, um an abgelegene Plätze gebracht zu werden. Heute ist alles wohl organisiert. Phi Phi ist mit dem Boot leicht zu erreichen, von Koh Lanta dauerte es nur eine Stunde. Und dort angekommen stieg ich von der Fähre auf eines der Longtail-Boote. Longtail, weil diese schmalen Holzboote ihre Schraube an einer verlängernden Achse, weit außerhalb des Bootes, haben. Der Bootsführer kann sie dadurch aus dem Wasser heben, drehen und auch in seichtem Wasser schippern, ohne Angst haben zu müssen die Schraube zu zerlegen. Ich würde gerne etwas seemännischer in diesem Teil des Textes werden, aber um ehrlich zu sein –trotz zweijähriger Seefahrt und vier Jahren Marine– weiß ich nicht viel mehr über Boote und Schiffe als jeder andere, es ist eine Schande. Nach einer schaukligen Fahrt mit drei kreischenden Kindern und kabbeliger See, erreichte ich The Beach.
Der Strand der Maja Bay ist schmal und direkt hinter dem gelben Streifen erhebt sich hügelig der Dschungel. An seinen zwei Enden steigen meterhohe Felsen auf und umschließen die Bucht. Nur an einer schmalen Stelle öffnen sich die Felsen dem Meer. Man könnte glauben tatsächlich im Paradies zu sein, wenn man sich die Touristen wegdenkt, denn seit dem Film ist die Maya Bay eine Pilgerstätte für Thailandreisende. Auch die Unterwasserwelt in der Maya Bay ist atemberaubend, zumindest für Menschen die Unterwasserwelten mögen. Ich schaue schon nicht gern in Aquarien und noch weniger mag ich es mit einer Taucherbrille und Schnorchel rum zu dümpeln. Doch Dori, Nemo und Co. scheinen viele Geschwister zu haben und erfreuen das Taucherherz mit ihren bunten Farben. Das erinnert mich an die Gilis, wo wir auch schnorcheln waren, da gab es diese riesen Wasserschildkröten, die ungefähr so spannend sind, wie weidende Kühe. Klasse auch wie sich dort manch einer über die Korallen freute, obwohl die alle tot waren. Was Dynamitfischen so alles anrichten kann, das verschweigt der Arzt. Ich glaube immer noch, die setzen die Schildkröten morgens aus und sammeln sie abends wieder ein. Hm, ich werde schon wieder zynisch. Wo war ich stehengeblieben…grübel, grübel. Also Tauchfreunde: schöne Unterwasserwelt in der Maya Bay - keine dynamitbelasteten Riffe. Und hier zwei Bilder, das Video findet ihr im Post darunter.

In der Maya Bay kann man mit Riffhaien schwimmen...

...man kann es aber auch lassen und am Strand chillen.

Die Überfahrt

Dass mein Musikgeschmack nicht der beste ist, davon könnt ihr euch hier überzeugen, allerdings gibt es wohl nichts geileres, als mit klassischer Musik mit dem Boot über die Wellen zu donnern.

Samstag, 10. Januar 2009

Alles ist größer in KL


Die silbernen Türme der Petronas Tower - vielleicht eines der schönsten modernen Gebäude der Welt.

In der Times Square Mall habe ich diesen Shop entdeckt - anstrengend für die Augen mit all dem Pink.

Nahe des Merdeka Squares vermischen sich alte und neue Bauten.


KL, eine Stadt für Werber? Tolle Plakate und Banner soweit das Auge reicht. Hier Werbung für die INGDiba auf verschiedenen Säulen, die, wie ich finde, wunderbar zusammenarbeitet.

Die Todesstrafe für Drogenschmuggler - an der Mauer des Gefängnisses wird gewarnt.
Ein Knast mitten in der Stadt.

Überall finden sich kleine grüne Oasen. Wiesen, Bäume und Blumen in einer Stadt mit über drei Millionen Einwohnern, für Europa normal, für Asien noch lange nicht.

Nach freundlichen Bitten, durfte ich den Sheriff fotografieren - man fühlt sich sicher hier.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Da jibbid so 'ne Berg

Mei, bin ich gestern abgestürzt, und nach der Party habe ich den Morgen genutzt ein paar Fotos zu schießen. Der Schafhirte hat ganz schön dämlich geguckt als er den besoffenen Touri gesehen hat, der vor seinem Hammel steht und Bilder schießt.
Etwas beunruhigt hat mich die aufsteigende Rauchfahne aus dem Merapi, der so nur am Morgen zu sehen ist. Mit dem Roller dauert es eine dreiviertel Stunde bis zum Vulkan, den wir schon vor ein paar Wochen bestiegen haben.

Tja, auch du wirst am Montag geschlachtet.

Am 8.12. ist Schlachtfest und wir haben frei.

3000 Meter ragt der Berg von der Ebene in den Himmel.

Eigentlich ist es zu früh für den Baum, aber wir wollen Weihnachtsstimmung.

Sarah und Annika vermissen sogar die Kälte und den Schnee.

Auch ich habe schön dekoriert und dabei weder Kosten noch Mühe gescheut.


Mit den Diskutier-Ohren sitzt Anna-Sophie im Wohnzimmer.

Ardian ebenfalls beim Chillen.

Sonnenbrille, Hasenohren und eine Pfeife, da kann nix mehr schief gehen.

Mittwoch, 19. November 2008

Heuschrecken für Europa - Projekt IndoJumper

Viele Dinge sind anders in Indonesien, manchmal auch die Hochschulprojekte. Liebe Werber, Verpackungsdesigner und sonstige Kreative, musstet ihr schon einmal ein Verpackungsdesign für die weltweite Einführung von frittierten Heuschrecken entwerfen? Nein, dann kommt nach Indonesien, hier gibt es sowas als Uni-Hausaufgabe. Nach einigen Überlegungen wie die Heuschrecken in Europa positioniert werden könnten und mit einigen opportunistischen Anpassungen entstand in zwei Nächten: IndoJumper. Das grafische Ergebnis seht ihr hier.

Diese Entwürfe habe ich für Daniel und Daniel meinen Pforzheimer Kommilitonen gebastelt.

IndoJumper Albert Pusch

Das IndoJumper Logo für eine junge Zielgruppe.

IndoJumper Albert Pusch

Für abenteuerlustige und unerschrockene, der etwas andere Snack.

IndoJumper Albert Pusch

Auch die Zutaten und der Strichcode dürfen bei der Verpackung nicht fehlen.


Sarah hatte die gleiche Hausaufgabe, nur diesmal sollte ich die Heuschrecken im oberen Preissegment positionieren. Nach einer Nacht mit viel Kaffee und Keksen war es geschafft.

Morgen treten die Gruppen gegeneinander an und stellen ihre Entwürfe vor. Ich bin gespannt wer gewinnt.
Und liebe Marktforscher, ich hätte gerne eine Umfrage zur Akzeptanz des Produkts in Deutschland – in diesem Sinne: Grüße nach Pforzheim!


Kenikmatan Albert Pusch

Nein, nicht das Kampfschwimmerabzeichen, sondern "Genuss" auf indonesisch - Kenikmatan.

Kenikmatan Albert Pusch

Die Goldornamente mit Weinblättern und Heuschrecken, aber manch einer findet auch Froschschenkel seien eine Delikatesse.

Kenikmatan Albert Pusch

Das schwarze Symbol zeigt an, dass dieses Produkt Halal ist, was mit dem Koscher-Zeichen zu vergleichen ist, eben nur für Muslime.


Kenikmatan Albert PuschMitha aus Sarahs Gruppe hält die frisch gedruckte Verpackung in den Händen. Aus der Keksdose wurde der Heuschrecken-Snack "Kenikmatan" - Guten Appetit!

Montag, 17. November 2008

Mittwoch, 17. September 2008

Staub und Eier

Die Landschaft um uns wird karg, wir nähern uns dem Vulkan. Vor unseren Augen erstreckt sich ein Meer aus heißem, schwerem Sand. Rechts und links säumen scharfkantige Felsbrocken, die aussehen wie schlafende Riesen, bereit uns zu verschlucken. Zweimal bleiben wir mit unserem Auto im staubigen Untergrund stecken. Einmal müssen wir aussteigen und schieben. Der Vulkanstaub spritzt ins Gesicht, bleibt zwischen den Zähnen hängen und knirscht behände beim Reden. Wenn ich jemanden umbringen würde, sagt eine Freundin, ich würde es hier tun. Keiner würde einen je wieder finden. Wir fühlen uns, wie nichtige Ameisen mitten im Nirgendwo. Das letzte Stück vor dem Aufstieg des Vulkanos muss man zu Fuß oder auf dem Rücken eines Pferd es zurücklegen. Das Angebot an Vierbeinern ist groß. Ich entschließe mich für meine eigenen Beine und verfluche mich bereits nach zwei Minuten selbst, denn die Füße sinken tief in den Sand und auch die Sonne schenkt kein Erbarmen. Der Aufstieg selbst besteht aus 250 Stufen, ich habe sie gezählt, um mich von meinem rasselnden Atem abzulenken. Doch was mich oben erwartet lohnt die Mühe Verschwitzt sitzen wir auf dem Krater und nehmen tiefe Züge, der nach verfaulten Eier riechenden Luft nehmen. Der Ausblick ist unglaublich. Endlose Weiten, das Dach der Welt?! Es bringt Glück etwas in Schlund des Kraters zu werfen. Wir werfen hübsche, bunte Sträuße . Die Menschen früher warfen Menschen.

Noch ein Bild von Jan Rottler!